Über uns

Die Initiative

“Platz für Wien” ist eine ehrenamtliche zivilgesellschaftliche Initiative fern von Parteipolitik, die von engagierten Bürger*innen ausgeht und von NGOs wie Radlobby Wien und Geht doch Wien mitgetragen wird. Beraten wird die Initiative u.a. von Expert*innen der Universitäten TU Wien und BOKU Wien. Der Großteil der Arbeit erfolgt ehrenamtlich unter der Mitwirkung von mehr als 50 Personen. Die Finanzierung wird über Spenden sichergestellt.

Unsere 5 Sprecher*innen

  • Veronika Wirth

    Sprecherin - Thema Fußververkehr

    „Ich engagiere mich bei Platz für Wien, weil die Maßnahmen in der Wiener Verkehrspolitik viel zu
    langsam gehen. Die Klima-Uhr steht auf 5 vor 12!“

  • Barbara Laa

    Sprecherin - Thema Multimodalität

    „Die Wissenschaft hat gezeigt, dass auch im Stadtverkehr einschneidende Maßnahmen gesetzt werden müssen, um die Klimaziele zu erreichen. Die Zeit drängt, wir müssen etwas tun! Wir haben dabei die Chance, unsere Stadt besser zu gestalten.“

  • Elisabeth Hauer

    Sprecherin - Thema Kindermobilität

    „Es gibt zu wenig Platz für Kinder und Mütter auf Gehsteigen und Radwegen! Mein Sohn wird am
    Ende der kommenden Legislaturperiode zur Schule gehen, er soll dabei sicher unterwegs sein.“

  • Ulrich Leth

    Sprecher - Thema Sicherheit

    „Gerade als Verkehrsplaner ist mir bewusst, welche Maßnahmen zur Steigerung aktiver,
    umweltfreundlicher Mobilität notwendig wären – und dass sie noch nicht umgesetzt werden“

  • Tomé Hauser

    Sprecher - Thema Radverkehr

    „Nachhaltige Mobilität für ein sicheres und gerechteres Wien bedeutet auch Gleichberechtigung für
    alle Menschen, die hier wohnen.“

FAQs

Fragen und Antworten

Warum habt ihr Platz für Wien gestartet?

Die Stadt Wien hat seit langem gute Absichten, schöne Masterpläne und interessante Fachkonzepte. Aber draußen auf der Straße ändert sich wenig. Der politische Wille für echten Klimaschutz und wirksame Verkehrswende ist nicht merkbar.

Die Bewältigung der Klimakrise braucht größere Schritte und mehr Entschlossenheit. Die Lösungen sind bekannt, jetzt muss ihnen der nötige Platz eingeräumt werden. Wir brauchen Platz, damit alle von jung bis alt sicher und bequem zu Fuß gehen und Radfahren können. Wir brauchen Platz, damit Grün und Aufenthaltsqualität auf unseren Straßen entstehen kann.

Auch wir persönlich waren enttäuscht, dass wichtige Schritte nicht passieren. Deshalb haben wir uns zur ehrenamtlichen zivilgesellschaftlichen Initiative “Platz für Wien” zusammengeschlossen. Jetzt im Wahlkampf werden wir zeigen, dass ein beträchtlicher Teil der Wiener*innen solche Maßnahmen unterstützt. Die nächste Wiener Landesregierung muss das ernst nehmen und die Probleme endlich angehen!

Wir richten uns an alle Parteien, die im Wiener Wahlkampf antreten. Unsere Initiative steht keiner Partei nahe, sondern setzt sich aus unterschiedlichen Menschen zusammen, denen Zufußgehen, Radfahren und attraktive öffentliche Räume ein wichtiges Anliegen sind. Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und werden von der ehrenamtlichen Mitarbeit unserer Mitglieder getragen.

Woher kommen eure Forderungen?

Wir haben in einem intensiven Prozess der Analyse und Meinungsbildung in den Gremien der Initiative, unter Fachberatung von Expert*innen der Universitäten TU Wien und BOKU Wien, sechs Monate an den Forderungen und unserem Auftritt gearbeitet. NGOs wie Radlobby Wien und Geht doch Wien waren beteiligt. Die Forderungen sollen den Bedürfnissen aller Altersgruppen entsprechen, mehr sicheren Platz zur Fortbewegung in Wien vorzufinden.

Dem Autoverkehr steht in Wien laut allen Daten zu viel Platz zu. Der Öffentliche Verkehr ist bereits sehr leistungsfähig, mit ausreichend Budget für den Ausbau ausgestattet und zählt zu den besten Europas. Daher haben wir uns um Gehen und Radfahren im Klima-Kontext angenommen, denn diese beiden Verkehrsformen werden von der Politik platzmäßig und budgetär vernachlässigt.

Wie kann ich euch unterstützen?

Das kann auf verschiedenste Weise passieren. Vor allem brauchen wir deine Unterschrift unter unsere Petition, entweder hier im Online-Tool oder auf Papier, wenn du in Wien wohnst und mindestens 16 Jahre alt bist. Bitte informiere auch viele andere davon, dass sie unterzeichnen können, indem du unsere Forderungen per E-Mail oder Social Media weitergibst. Du kannst dir unser Unterschriften-Formular herunterladen und damit selbst Unterstützer*innen sammeln. Du kannst bei unseren Aktionen mitmachen und Wiener Politiker*innen direkt per E-Mail oder Social Media mitteilen, dass du unsere Forderungen gut findest. Und du kannst uns finanziell mit einer Spende helfen. Am besten, du machst das alles!

Wer soll eure Forderungen umsetzen?

Wir rufen die Wiener Landesregierung, den Bürgermeister und die Bezirksvertretungen rufen auf, rasch damit anzufangen, unsere Forderungen umzusetzen. Bald nach der Wahl und Bildung der neuen Stadtregierung müssen die Gemeinderatsbeschlüsse getroffen werden, damit Wien bis 2030 zu einer flächengerechten, kindergerechten und klimagerechten Stadt wird. Dabei muss die Entscheidungsstruktur der Stadt berücksichtigt werden.

Wir richten uns an die wahlwerbenden Parteien als Kandidat*innen für die künftige Wiener Landesregierung und für den Gemeinderat. Insbesondere an die derzeitigen und künftigen amtsführenden Stadträt*innen für Umwelt und für Stadtentwicklung und Verkehr, da die Gestaltung unserer Straßen in deren Zuständigkeit liegt. Der Gemeinderat bestimmt über die zugrunde liegenden Gesetze und Maßnahmen auf Landesebene.

Die Zuständigkeitsstruktur der Stadtpolitik sieht bei den Bezirksvertretungen und den Bezirksvorsteher*innen wichtige Entscheidungsmöglichkeiten vor, zum Beispiel für untergeordnete Straßen oder Radverkehrsinfrastruktur, die nicht zum Hauptradnetz gehört. Deshalb richten wir uns auch an sie. Sowohl Gemeinderat als auch die 23 Bezirksvertretungen müssen jeweils in ihren Zuständigkeitsbereichen verbindliche Beschlüsse fassen. Sie müssen alle dafür sorgen, dass genug Budget und Personal vorhanden ist, um diese Beschlüsse zügig umzusetzen.

Warum 57.255 Unterschriften?

Bis zur Wiener Wahl am 11. Oktober sammeln wir 57.255 Unterschriften für unsere Petition. Das sind so viele, wie ein erfolgreiches Volksbegehren gemäß Wiener Stadtverfassung brauchen würde, nämlich 5% der Wahlberechtigten. Ein Volksbegehren, das von Bürger*innen initiiert wurde, gab es noch nie in Wien.

Wir setzen uns dieselbe Messlatte, wählen aber das Mittel der Petition über eine Online-Unterschriftenliste auf unserer Website. Dadurch können alle Menschen teilnehmen, die in Wien wohnen und über 16 Jahre alt sind. So schließen wir keine Menschen aus, die von der Platzverteilung auf den Wiener Straßen direkt betroffen sind.

Damit wir laut Wiener Petitionsgesetz mit unserem wichtigen Anliegen formal für den Petitionsausschuss zugelassen werden, brauchen wir nur 500 Unterschriften, die den Vorgaben des Petitionsgestzes entsprechen (Hauptwohnsitz Wien, Alter über 16). Diese Unterschriften holen wir uns nebenbei. Unser Hauptziel ist: 57.255 bis zum Wahltag.

Wollt ihr alle Parkplätze in Wien abschaffen?

Nein. Aber es ist auffällig, dass der öffentliche Raum an der Oberfläche in Wien sehr stark verparkt ist, während zahlreiche Parkhausplätze leer stehen – und dass dieser wertvolle Platz an der Oberfläche für breite Gehsteige, für Radwege, zum sicheren Queren oder für kühlende Begrünung besser nutzbar wäre, für alle. Übrigens sind parkende Autos auch “hervorragende” Hitzespeicher, die im Sommer zur Überhitzung in Wien beitragen. Darunter leiden auch alle. Aus all diesen Gründen ist es im Sinne der Allgemeinheit, offen und sachlich über die nötige Umverteilung des Verkehrsraums zu sprechen.

Wie beeinflusst ihr die Wiener Wahl?

Vor der Wahl werden sich alle kandidierenden Politiker*innen und Parteien zu unseren Forderungen positionieren müssen. Unter den Augen der Öffentlichkeit, für die Klimaschutz und Verkehr zwei zentrale Themen sind. Die Corona-Krise wird überwunden werden, die Klima-Krise nimmt weiter zu. Wie sich Politiker*innen zu unseren Forderungen und dem Gesamtthema äußern, wird über ihre Wählbarkeit für große Bevölkerungsgruppen bestimmen.

Nach der Wahl und der Koalitionsbildung werden wir der neuen Stadtregierung, dem Gemeinderat und den Bezirksvertretungen gut auf die Finger schauen. Wir werden gezeigt haben, dass wir genug Unterstützer*innen für ein Volksbegehren haben. Es müssen dann bald echte Beschlüsse folgen – eine Absichtserklärung in der Koalitionsvereinbarung ist uns nicht genug!

Was kosten eure Forderungen?

Nach einer groben Kalkulation schätzen wir, dass das erforderliche Budget für die Maßnahmen etwa 100 Mio. €/Jahr von 2021 bis 2030, also insgesamt 1 Mrd. €, beträgt. Auf die Wiener Bevölkerung verteilt sind das ca. 53 €/Person/Jahr. Wir sind zuversichtlich, dass dies umsetzbar ist und im Sinne der Corona-Krisenbewältigung nachhaltig eingesetztes Budget ist, das Arbeitsplätze schafft und Klimaschutz sicherstellt.

Ähnliche Initiativen der Bevölkerung in Berlin und München waren sehr erfolgreich und konnten bereits politische Beschlüsse erwirken.Verglichen mit anderen ambitionierten Städten befinden sich unsere Forderungen auch in einem ähnlichen Rahmen. In den Niederlanden werden etwa 30 €/Person/Jahr nur für Maßnahmen im Radverkehr ausgegeben und das schon seit mehr als 40 Jahren. Manchester plant in Zukunft ein Budget von ca. 57 €/Person/Jahr für den Fuß- und Radverkehr. Und auch die Pariser Bürgermeisterin kündigte im letzten Wahlkampf Ausgaben von 26 €/Person/Jahr nur für das Radfahren an.

Investitionen in Geh- und Radinfrastruktur bringen auch einen wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt. Dieser wurde bereits in einigen Studien nachgewiesen: im Mittel beträgt der wirtschaftliche Nutzen demnach 13 € für jeden investierten 1 €. Dieser Effekt entsteht aus der Schaffung von Arbeitsplätzen, erhöhten Umsätzen der anliegenden Betriebe und somit Steuereinnahmen sowie Einsparungen im Gesundheitsbereich.

Zum Vergleich: die Wiener Linien bekommen pro Jahr über 330 Mio € als Betriebskostenzuschuss und zusätzlich 170 Mio € für „Verkehrsinfrastruktur“ – also für Gleisneubauten, Wartung der Schienen, Erneuerung der Fahrleitungen, Signalanlagen, Bahnhöfe, Anschaffung neuer Fahrzeuge, etc.

Wer bisher schon unterzeichnet hat?

(und dies öffentlich machen wollte)