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Willst auch du mehr Platz zum gemütlichen Gehen, sicheren Radfahren, schattigen Verweilen und gefahrlosen Spielen?
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Platz für Wien

Die Initiative für eine klimagerechte, verkehrssichere Stadt mit hoher Lebensqualität.

Persönlichkeiten

die unsere Initiative unterstützen

Wer “Platz für Wien” noch unterstützt, und warum,
das erfährst du auf der Seite Unterstützer*innen…

Hermann Knoflacher

Hermann Knoflacher

Professor für Verkehrsplanung

“Schaffen wir eine Stadt, in der sich Kinder selbstbestimmt und sicher bewegen können. Es freut mich, dass Platz für Wien meine Vorschläge für eine menschenfreundliche Stadt – die ich bereits vor 40 Jahren gemacht habe – in ihre Forderungen aufgenommen hat.”

Maria Katharina Moser

Maria Katharina Moser

Direktorin der Diakonie Österreich

“Eine menschenfreundliche Stadt erlaubt es allen Menschen sicher überall hinzukommen. Setzen wir uns dafür ein, dass in unseren Städten eine klima- und menschenfreundliche Fortbewegung möglich wird.”

Eva Rosenberger (Vier Pfoten)

Eva Rosenberger

Direktorin von Vier Pfoten

“Ich wünsche mir ein harmonisches und entspanntes Zusammenleben von Mensch und Tier – dies erfordert den entsprechenden Platz, damit sich alle Lebewesen entfalten können!”

Aktuelles

Warum Wien ein Mobilitätsgesetz braucht

Verkehr ist eines der polarisierenden Themen im aktuellen Wiener Wahlkampf, besonders im Zusammenhang mit der Klimakrise. Temporäre Maßnahmen im Zeichen der Coronakrise reichen nicht aus, um die drängendsten Probleme der Wiener Verkehrsgestaltung anzugehen: 1.457 Kilometer Gehsteige sind schmäler als zwei Meter. Radwege machen nur ein Prozent der Straßenflächen aus. Mit der Smart City Strategie liegt...
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Beweggründe

Wir befinden uns in herausfordernden Krisen, die uns global bedrohen. Die Corona-Pandemie führt uns soeben in unerwartetem Ausmaß vor Augen, wie verletzlich unsere Gesellschaft und unser gewohntes Leben ist. Politik und Bevölkerung sind sich einig darin, alles zu unternehmen, um diese Virus-Krise zu meistern. Das wird uns mit hohem Einsatz gelingen. Zeitgleich bedroht uns eine noch umfassendere, langfristig wirksame Krise: die Klima-Krise. Auch gegen diese Gefahr werden wir alle Mittel einsetzen müssen, die wir zur Verfügung haben. Auch die Klima-Krise duldet keinen Aufschub.

Die Treibhausgase aus dem Verkehrsbereich zählen zu den größten Umweltbelastungen in Wien. Unzeitgemäße Verkehrspolitik beeinträchtigt darüber hinaus unsere Sicherheit und Lebensqualität: Zwei Drittel des Straßenraums stehen dem Autoverkehr zur Verfügung, obwohl nur ein Drittel der Einwohner*innen ein Auto besitzt. Während Menschen Angst davor haben, Rad zu fahren, und Kinder auf Schutzwegen durch Autos verletzt oder gar getötet werden, lehnt die Politik weitere Tempobeschränkungen und Radwege immer noch ab. Baumpflanzungen und Klimaschutz-Maßnahmen liegen weit hinter den Zielen, aber an der Finanzierung von Tunnelbauprojekten wird festgehalten. Sogar dringende Maßnahmen für mehr Bewegungsraum in der Corona-Krise werden zum politischen Streitfall im beginnenden Wahlkampf. Anstatt kleinlicher Politmanöver rund um Parkplätze und Minimalbudgets braucht Wien aber rasch den großen verkehrspolitischen Wurf, um eine klimagerechte, kindergerechte, flächengerechte Stadt zu werden!

Maßnahmen für Klimaschutz, Mobilität und Verkehrssicherheit

Wir haben bereits im Herbst 2019 damit begonnen, mit Expert*innen und Bürger*innen einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, der CO2-Emissionen eindämmt und den Fuß- und Radverkehr so sicher gestaltet, dass diese Mobilitätsformen für alle Wiener*innen zugänglich werden. Andere europäische Hauptstädte zeigen, wie das geht: Berlin hat durch eine Bürgerinitiative ein klimafreundliches Mobilitätsgesetz mit 50 Millionen Euro Jahresbudget bekommen. Die Pariser Bürgermeisterin verspricht, alle Straßen fuß- und radfreundlich zu machen und dafür 60.000 Straßenparkplätze zu entfernen. Die Zeichen sollten also auch für Wien auf umweltfreundliche Mobilität und Sicherheit stehen! Dafür braucht es Platz:

  • Platz für komfortables Gehen und angenehmes Verweilen
  • Platz für sichere Schulwege und attraktives Radfahren
  • Platz für schattenspendende Bäume und funktionelle Multimodalität
  • Platz für alle Wiener*innen

Daher fordern wir die im Wiener Wahlkampf kandidierenden Politiker*innen auf, sich zu den von uns vorgeschlagenen Maßnahmen sowie ausreichendem Mitteleinsatz zu bekennen, und diese nach der Wahl rasch in Gemeinderat und Bezirksvertretungen zu beschließen. Damit Wien gestärkt aus der Corona-Krise hervorgeht und sich dabei nicht vor der Klima-Krise und den Ungerechtigkeiten der Flächenverteilung versteckt. Jene Finanzmittel, die zur Überwindung der Corona-Krise in Wien eingesetzt werden müssen, werden nachhaltiger wirken, wenn sie auch in Klimaschutz und Verkehrssicherheit investiert werden: sie schaffen Arbeitsplätze und eine hochwertige Infrastruktur für emissionsfreie, soziale und sichere Mobilität für alle Wiener*innen.

57.255 Unterschriften bis zur Wiener Wahl

Wir werden die Bedeutung der geforderten Maßnahmen mit den Unterschriften von 57.255 Wiener*innen unterstreichen, dem Stimmenziel eines Volksbegehrens laut Wiener Stadtverfassung. Gemeinsam fordern wir den Beschluss der Maßnahmen für eine klimagerechte, verkehrssichere Stadt. Denn es ist höchste Zeit, politische Verantwortung für die Zukunft Wiens zu übernehmen.

Schon gewusst?

Factbox

Ungleiche Verteilung der Verkehrsflächen: 67% Fahrbahnen, 31% Gehsteige, 1% Radwege

Insgesamt verfügt Wien über 35,4 Quadratkilometer Straßenfläche. Rund 31 Prozent davon entfallen auf Gehsteige und Fußgängerzonen. Aber 38 Prozent dieser Gehsteige sind schmäler als 2 Meter. 1.457 Kilometer Gehsteige verfehlen also jene Mindestbreite, die sich die Stadt schon im Masterplan Verkehr 2003 selbst als Richtlinie gesetzt hat. Autos hingegen haben weiterhin den meisten Platz auf der Straße: Der Anteil der Fahrbahnen beträgt 67 Prozent. Radwege hingegen machen insgesamt nur 1 Prozent der Straßenflächen aus.

(Quelle: wien.gv.at)

100% Fussgeher*innen, aber nur 30% AutobesitzerInnen

Dem entgegen stehen die Nutzungszahlen und Besitzverhältnisse: Im Vorjahr wurden nur 25 Prozent der Wege mit dem Auto zurückgelegt, jedoch 30 Prozent zu Fuß. Nur ca. 30% der Wiener*innen besitzen überhaupt ein Auto. Das offizielle Ziel der Stadt Wien lautet, Autofahrten bis 2025 um ein Fünftel zu reduzieren. Dann sollen Fußverkehr, Öffis und Radverkehr zusammen 80% der Wege abdecken. Gleichzeitig sollen die Treibhausgasemissionen des Verkehrsbereichs pro Kopf bis 2030 halbiert werden und bis 2050 auf Null sinken.

(Quellen: STEP 2025, Wiener Linien Modal Split 2019, Smart City Strategie)

Wiener Straßennetz ist 17 mal so lang wie Radwege

Das Wiener Straßennetz ist insgesamt 2.786 Kilometer lang. Die Gesamtlänge der reinen Radwege in Wien beträgt jedoch nur 163,9 Kilometer. Zusätzliche 167,5 Kilometer sind gemischte Rad- und Gehwege, auf denen weder für Fußgänger*innen noch für Radler*innen genug Platz und Komfort vorherrscht.

(Quelle: wien.gv.at)